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23 Mai, 2010

Palme d'or



Die goldene Palme geht an Apichatpong Weerasethakuls UNCLE BOONMEE WHO CAN RECALL HIS PAST LIVES... Gratulation!

01 April, 2009

Hinweis:


Ein sehenswertes Video-Interview mit dem thailändischen Regisseur Apichatpong Weerasethakul sowie eine kleine Textsammlung zu seinen Filmen von Ekkehard Knörer u.a. bei CARGO - anlässlich der Weerasethakul-Retrospektive im Arsenal, Berlin.

Weerasethkuls zweiter Spielfilm, BLISSFULLY YOURS (Thailand, 2002) ist in der Revolver Edition auf DVD erschienen.

TROPICAL MALADY (Thailand, 2004), mein persönlicher Favorit, bei Salzgeber .

01 Juli, 2008

Image Diary

Apichatpong Weerasethakul, Regisseur von „Blissfully Yours”, „Tropical Malady” und zuletzt „Syndromes and a Century” veröffentlicht seit einiger Zeit ein „Image Diary” - hier ein Ausschnitt aus dem Juni-Post:



http://www.kickthemachine.com/home/index.html (Unter der Rubrik Image Diary)

Die Bilder selbst sind (größtenteils) unspektakulär. Der Name „Tagebuch” deutet die Kunstlosigkeit schon an. Interessant finde ich den Versuch der „Veralltäglichung” visueller Kommunikation. Könnte die tägliche Handhabe eine Art visueller Versprachlichung mit sich bringen?

Auch wenn Weerasethakul wahrscheinlich viel konkretere Absichten hat - ich finde die Vorstellung reizvoll, das Kino könnte sich mit der Vollendung der digitalen Revolution von der Schwerfälligkeit der bis heute üblichen dreiphasigen *) Produktion befreien und in Zukunft sukzessive und AUF EINER EBENE entstehen - unter Verwendung von vorgefertigten / in „Tagebüchern” gesammelten Bild-Einheiten. Das klingt wie eine Fusion aus Jonas Mekas, Found Footage und Truffauts „caméra-stylo” - und warum auch nicht.

Ich schreibe gerade an einem Kurzfilm und verwende dabei zum ersten Mal systematisch die Google-Bildsuche. Ich schreibe mein Drehbuch also sozusagen in die Suchmaske und bin auf diese Weise von Anfang an mit Bildkombinationen konfrontiert. Für mich eine aufregende Erfahrung... Wenn man nun so mit eigenen (über Jahre geernteten) Bildern bzw. Bewegtbildern verfahren könnte?


*) Das Silbe „-phase” suggeriert nur eine zeitliche Trennung, aber letztlich geht es um verschiedene Medien: Die Konzeption passiert in Textform, die Dreharbeiten organisieren akkustische / visuelle Ereignisse für eine Aufzeichnung, die dann im Schnitt verarbeitet wird. Es geht also um jeweils komplementäre Verfahren, die im „Verkehr” aufwändige Übersetzungsarbeiten notwendig machen.

26 Juni, 2008

Party am Fluss

Aus Anlass der Veröffentlichung des neuen Heftes (#18) und der neuen Revolver DVD (#4) machen wir eine Party am Wasser... und zwar am Freitag, den 11. Juli 2008 ab 21.30 h im Bootshaus (und am Strand) von KIKI BLOFELD, Köpenickerstr.48/49. Für Musik sorgt DJ DIN 3000. Eintritt: 2 Euro. Willkommen ist wie immer jeder, der mit uns feiern will.


Revolver DVD Edition No. 4: „Blissfully Yours” von Apichatpong Weerasethakul. So in etwa haben wir uns auch die Party vorgestellt...

31 August, 2006

SYNDROMES



Ein zweites Bild aus Weerasethakuls neuem Film, der wieder eine symmetrische Struktur zu haben scheint: „Zwei Krankenhäuser, eines in der Stadt, eines auf dem Land”.

12 August, 2006

SYNDROMES AND A CENTURY

Hier die Gegenprobe. Der neue Film von Apichatpong Weerasethkul, SYNDROMES AND A CENTURY, wie auch INLAND im Wettbewerb der Filmfestspiele Venedig. Zu diesem Bild habe ich deutlich mehr Vertrauen. Nach TROPICAL MALADY ist es allerdings auch naheliegend, viel zu erwarten.

Samen

Ich habe eben vor dem Supermarkt einen Mann beobachtet, der in ein (städtisches) Blumenbeet stieg, um die Samen einer langstieligen Zierblume an sich zu nehmen. Er legte sie mit Sorgfalt in ein mitgebrachtes Briefkuvert; offenbar wusste er, was er tat. Der Vergleich mag blumig sein, aber ich musste ans Kino denken; die vielen Ideen, die wir mitnehmen, ein Satz hier, eine Geste dort --- im besten Falle blühen die Fundstücke in einem neuen Kontext auf. In Akira Kurosawas YOJIMBO läuft ein Hund aus dem Haus, der sich eine (menschliche) Hand geschnappt hat. In David Lynchs WILD AT HEART gibt es die gleiche Szene, aber das ist in meinen Augen weder Zitat noch Plagiat, geschweige denn eine 'Hommage'. Nennen wir es besser: Verkehr der Ideen. Apichatpong Weerasethakul spricht in einem Interview von seiner Praxis, die selben Figuren (gespielt von den selben Personen) quer durch seine Filme auftreten zu lassen. Eine reizvolle Idee, auch weil die Dimension der Zeit für die Zuschauer so eine andere Tiefe bekommt, sofern er die früheren Auftritte kennt. Das ist vermutlich auch der Schlüssel zu dem Phänomen der Stars: Dass wir Zuschauer eine intime Vergangenheit mit diesen Gesichtern haben, sie schon einmal verliebt, verzweifelt oder böse gesehen haben. Wir haben mal was mit ihnen gehabt... Die seltsame Dialektik, die sich in Gang setzt, wenn uns Henry Fonda, Mann der Unschuld, in ONCE UPON A TIME IN THE WEST als Bösewicht begegnet.