"„Der Tod wird kommen“ ist ein aus schweren Substanzen gewobener Film, der erst ganz zum Ende hin für eine einzelne, dafür aber umso beeindruckender inszenierte Sequenz auf Mittel des klassischen Spannungskinos setzt. Über weite Strecken geht es vielmehr um Figuren, die einander umschleichen, während sie Verschiedenes übereinander wissen, ahnen, nicht wissen – um ein stetiges, auch ein wenig somnambules Herumirren in einer Welt mit wenigen Gewissheiten."
Jochen Werner, Filmstarts
"Der Plot um den Auftrag eines dem Tode geweihten Gangsters und eine Killerin, die für ihn arbeitet, ist zwar nicht bedeutungslos. Doch „La mort viendra“ lebt weit mehr von all den scheinbar kleinen Details, die sich zu einer Atmosphäre und einer bestimmten Temperatur verdichten: Schauplätze, Lichtstimmungen, Oberflächen, Blicke und Bewegungen und eben Namen, die unabhängig von den dazugehörigen Figuren einen bestimmten Raum öffnen. Die fremde Sprache und Stadt eröffnen Hochhäusler, der erstmals auf Französisch und in Brüssel drehte, ganz neue Möglichkeiten der Anverwandlung oder vielleicht auch des Sich-Selbst-Fremdwerdens."
Esther Buss, Filmdienst
"Hochhäusler inszeniert die Handlung seines Films mit einer charmanten Mischung aus Stilbewusstsein, der Schmierigkeit einer gealterten Halbwelt und dem Muff von zu lange nicht gewechselten Teppichböden. „Der Tod wird kommen“ ist eine Perle des unprätentiösen Genrefilms, eine seltene Spielart jener Filmgattung, um die sich Festivals gerade wieder aktiv balgen."
Fabian Tietke, taz
"Along the way, Hochhäusler consistently pursues his long-held hope to activate viewers into collaborating in the telling of the story, rather than merely consuming it. In other words, a viewer might derive pleasure from watching Hochhäusler’s films (...) not primarily from the staging of variations of genre-typical set pieces; nor from the deconstruction (let alone destruction) of the logic of, in this case, the “gun for hire” subgenre. Rather, the location of pleasure in Hochhäusler’s films is in the agonistic struggle with the genre itself. Death Will Come performatively stages this very struggle by dint of its obvious admiration for the very genre rules that it nevertheless does not allow to atrophy into clichés precisely because (...) doing so would undo the demand for viewers to experientially participate in the agonistic struggle of telling the story – indeed, in addressing the question of how the story should end that, according to Tez, “everyone has to answer for themselves.”"
Marco Abel, Senses of Cinema
"[Der Tod wird kommen] ist eine geschmeidige, kompakte Angelegenheit mit Anklängen an Chabrol und/oder Patrick Modiano. Er ist auf eine Weise halbseiden, die Vergnügen bereitet, mit einer ordentlichen Portion Pulp. Ungewöhnlich daran ist, wie Hochhäusler in einer Szene nach der anderen immer neue Charaktere, neue Themen und eine Fülle narrativer Informationen einführt. Jede Szene fühlt sich an wie ein kurzes Kapitel, mit den anderen eher auf abstrakte Weise als durch Plotnotwendigkeiten verbunden. Im Ton romanhaft, geradezu irritierend darum bemüht, noch den scheinbar unbedeutendsten Nebenfiguren eine Form von Individuierung und Interiorität zukommen zu lassen."
Michael Scicinski, Cargo
"Christoph Hochhäusler ist indes ein Regisseur, auf den namenloses Terrain einen enormen Reiz ausübt. Seit FALSCHER BEKENNER filmt er gern Orte, die unverhofft bespielt werden. Nimmt es also Wunder, dass sein neuer Film ins Nachbarland führt? DER TOD WIRD KOMMEN folgt den Regeln des französischen Polar, lässt sie aber in der Halb- und Unterwelt Brüssels heimisch werden. Es handelt vom erbitterten Revierkampf zwischen dem Alten und dem Neuen. Die widerspruchsvolle Architektur der belgischen Hauptstadt spielt prächtig mit."
Gerhard Midding, epd Film
Zitiert (ungefähr) in Reihenfolge des Erscheinens. Wird fortgesetzt.


