26 Januar, 2026

Schwere Zeiten, leichte Unterhaltung?

Wolf Strache: „Berlin, Kurfürstendamm, nach einem Bomben-
angriff”, 23.11.1943.

B. meinte in einem Halbsatz kürzlich, dass wir, zynisch betrachtet, die falschen Filme machten für diese aus den Fugen geratene Welt und ob es nicht schon immer so gewesen sei, dass in schweren Zeiten die leichten Geschichten gefragt gewesen wären? 

Ich war um eine Antwort verlegen. Es klang einleuchtend. Wer könnte es den sogenannten „normalen Menschen” verübeln, wenn sie ihr hartes Schicksal mit Unterhaltungsopiaten aufhellen? 

Falls sich unsere Gegenwart also zu den „schweren Zeiten” rechnen lässt – wofür manches spricht –, wäre die Frage, welche filmischen Eskapismen die Diagnose stützen. Und wie unsere Reaktion darauf aussehen soll. 

Steigt in der (moralischen) Not nicht auch der Bedarf nach glaubwürdigen Geschichten? Nach Wahrheit?


P.S.: Der annoncierte Film im Bild oben ist übrigens ein Drama von Hans Zerlett von 1943, über den Friedemann Beyer schreibt: „Zerlett gelingt hier ein Tableau beklemmenden menschlichen Elends, das im Film der NS-Zeit seinesgleichen sucht.”

16 Januar, 2026

Ich habe eine Bitte:

Revolver, die Filmzeitschrift, die ich 1998 mitbegründet habe, braucht mehr Abonnements, wenn sie überleben soll. 

Zwei Hefte im Jahr, lesenswert über den Tag hinaus, klein und schmuck, zum Preis von zwei Kaffee und einem Croissant, 15.-. 


Wie wäre es, wenn Sie sich ein Herz fassen und uns abonnieren? Das wäre eine große Hilfe.


Einfach eine formlose E-Mail schicken an info(at)etk-muenchen.de, also zum Beispiel: „Hiermit möchte ich gerne ein Revolver-Abo für 15€/Jahr zzgl. Porto bestellen.” Liefer- und Rechnungsadresse bzw. Bankdaten für ein Lastschriftverfahren nicht vergessen. Die Edition Text + Kritik, die den Vertrieb besorgt, bestätigt Ihnen dann die Bestellung.


Falls Sie schon abonniert haben, bitte ignorieren oder noch besser: an Interessierte weiterleiten.


Vielen Dank!




Was ist Revolver?


Die Zeitschrift, gegründet 1998, erscheint zweimal im Jahr im Verlag der Autoren. Die Idee war und ist es, eine „Theorie der Praxis” zu organisieren. Das heißt: Filmemacher*innen sprechen mit Filmemacher*innen, über Methode und Prozess und darüber, wie das Kino von morgen aussehen könnte. Ergänzend gibt es „Bekenntnistexte” von Filmpraktiker*innen. Revolver entsteht nebenbei und unbezahlt. Die Abonnements decken die Druckkosten.


In den letzten 53 Ausgaben gab es Interviews und Beträge von/mit Abbas Kiarostami, Lars von Trier, Lucrecia Martel, Michael Haneke, Claire Denis, Hou Hsiao Hsien, Maren Ade, Harun Farocki, Ulrich Seidl, Radu Jude, Eric Rohmer, Alexander Kluge, Terry Gilliam, Katrin Cartlidge, Christian Petzold, Tankred Dorst, Mia Hansen-Løve, Hanns Zischler, Jean-Claude Carrière, Athina Rachel Tsangari, Ruben Östlund, Jean-Pierre & Luc Dardenne, Romuald Karmakar, Céline Sciamma, Sergei Loznitsa, Albert Serra, Michael Ballhaus, Ute Aurand, Nadav Lapid, Denis Lavant, Thomas Heise, Jonas Mekas, Lav Diaz, Werner Herzog, Peter Kubelka, Mariano Llinás, Apichatpong Weerasethakul, Wim Wenders, Frederick Wiseman, Carlos Reygadas, Alexandre Koberidze, Adam Curtis, Andreas Goldstein, Matías Piñeiro, Harmony Korine, Bruno Dumont, Kleber Mendonça Filho, Angela Schanelec und vielen anderen.


Der Redaktion gehören zur Zeit an: Hannes Brühwiler, Gordon Dohle, Leo Geisler, Istvan Gyöngyösi, Benjamin Heisenberg, Christoph Hochhäusler, Szuszanna Király, Sebastian Ladwig, Franz Müller, Johanna Schorn, Marcus Seibert, Cécile Tollu- Polonowski, Nicolas Wackerbarth, Saskia Walker. Gestaltung: Mathilde Lesueur und Jérémie Harper.


www.revolver-film.de