27 November, 2009

Drei Filme von Nicholas Ray

Ich habe mir in den letzten Tagen Filme von Nicholas Ray angesehen - dessen JOHNNY GUITAR (USA 1954) und natürlich REBELS WITHOUT A CAUSE (USA 1955) ich immer geschätzt habe, ohne ihn als Regiepersönlichkeit aber so richtig greifen zu können. Drei Filme später - einer besser als der andere - ist mir unbegreiflich, wie ich so blind sein konnte.

Ich hoffe, ich komme demnächst dazu, mehr über Ray zu schreiben. Vorerst als Anreiz, die Filme zu sehen, ein paar Bilder:



Der von der „Wunderdroge” Cortison aufgepeitschte James Mason in BIGGER THAN LIFE (USA 1956).


Gloria Grahame und Humphrey Bogart in dem herzzerreissendem IN A LONELY PLACE (USA 1950) - ohne Zweifel Bogarts bester Film.


"May I touch your hand?" Die blinde Mary (Ida Lupino) erweicht den harten „Citycop” Jim (Robert Ryan) in ON DANGEROUS GROUNDS (USA 1952). Mit Musik von Bernhard Herrmann!

Kommentare:

  1. Volker Pantenburg27 November, 2009 18:36

    In ON DANGEROUS GROUND gibt es die meines Wissens nach einzige Subjektive der Filmgeschichte zu sehen, die (wie sich dann wenig später herausstellt) einer Blinden, zuzuschreiben ist (eben Ida Lupino). Ohnehin toll, wie der Film sich selbst in der Großstadt zurücklässt und auf dem Land nochmal ganz neu anfängt.

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  2. Was aber vollkommen Sinn macht, finde ich, nicht nur, weil hier Blind-Sein eine Art Chiffre für eine andere Empfindsamkeit ist (die berühren muss, um jemanden zu erkennen) sondern auch, weil es um das Bild geht, das man sich macht, ein gefühltes Bild sozusagen, und nicht um die geometrische Zuteilung von Perspektiven. Was die Zweiteilung der Welten betrifft: das ist wirklich erstaunlich an dem Film ... dieser Kontrast --- auch am Ende, wenn die Stadt ihn gerade wieder umfängt mit ihren Lichtern und er zu ihr zurückkehrt. Ein großartiger Film.

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  3. Mir geht es so, dass ich bisher nur Rebels without a cause wahrgenommen habe. Jetzt bin ich sehr neugierig auf Rays andere Filme. Die Stills finde ich grandios.

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