18 September, 2008

Entwarnung!

Die Regisseurin Jutta Brückner hat in der neuen Ausgabe der Zeitung FREITAG eine (vage) Antwort auf meinen Blogeintrag „Das Rezept” geschrieben. Unterzeile: „Warum wir keine andere Filmförderung brauchen.”

Es freut mich natürlich, dass mein kurzer Text die Durchblutung fördert. Die Debatte ist mir willkommen. So richtig verstehe ich nach Lektüre des Artikels aber immer noch nicht, warum es in Ordnung sein soll, dass, Zitat Brückner, „immer mehr Filme gefördert (werden), die auf diesen großen, internationalen Markt zielen und dabei die Infantilität und den Kitsch bedienen müssen, die zwangsläufig mit der Herausbildung eines globalisierten Massengeschmacks verbunden sind.”

Nachlesen: http://www.freitag.de/2008/38/08381302.php



Brückner-Film HITLERKANTATE (D 2005)

P.S.:
Was Frau Brückner - deren unabhängige Meinung ich schätze - in ihrem Artikel unerwähnt lässt: dass sie selbst als BKM- Jurymitglied in der Filmförderung aktiv ist / war --- wie übrigens auch Marco Kreuzpainter.

Kommentare:

  1. Was der Blog Autor in seinem Postsriptum seinerseits unerwähnt lässt, ist die Differenz zwischen Kreuzpainter und Brückner. Sie gibt ihm eine volle Breitseite, wenn sie die mangelnde theorortische Begrifflichkeit des Emmerich-Schützlings aufspiesst: Das "Herz" - warum nicht gleich das Herzblut? - als entscheidendes Kriterium für die Qualifikation eines Filmmachers. Mein Gott...
    Und Hochhäusler irrt m.E., wenn er Kreuzpainter und Brückner in den gleichen BKM-Topf wirft. Dieses Gremium hat Kreuzpainter doch schon längst wieder verlassen.

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  2. Warum "immer mehr Filme gefördert werden (sollten), die auf diesen großen, internationalen Markt zielen und dabei die Infantilität und den Kitsch bedienen müssen, die zwangsläufig mit der Herausbildung eines globalisierten Massengeschmacks verbunden sind":

    Weil Takashi Murakami oder Damien Hirst oder meinetwegen Paul Thomas Anderson jenseits von Gefühlsduselei (wenn Künstler, dann richtig) "intellektuelle Substanz" aufzubringen vermögen!

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  3. Ich will die beiden durchaus nicht in einen Topf werfen. Ich erinnere mich nur, dass der Regieverband gemeldet hatte, beide zur gleichen Zeit erfolgreich für die BKM-Jury vorgeschlagen zu haben. Dass Brückner und Kreuzpaintner sehr verschiedene künstlerische Temperamente sind, weiss ich. Insofern verstehe ich, dass Frau Brückner das Fördersystem als „heterogen” erlebt hat. Aber Kontraste wie diese begründen für mich die Qualität des „Prinzips Jury”...

    C

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