22 April, 2012

Zeitung lesen



Was die Welt mit ihrem Bild in den Medien zu tun hat - darum geht es in meinem nächsten Projekt, einem Thriller um einen Journalisten, der in das Kraftfeld einer Lobby gerät. Aber auch in FALSCHER BEKENNER und UNTER DIR DIE STADT spielen falsche Schlagzeilen eine gewisse Rolle. Oben lesen Manfred Zapatka und Viktoria Trauttmansdorff im fiktiven Boulevardblatt „MG Stadtbild” (Fake von Melanie Polack), unten studiert Angelika Bartsch die erfundene Finanzzeitung „Intl. Banking” (Fake von Kikkerbillen).

Kommentare:

  1. Franz Schulze10 Mai, 2012 15:59

    Mir war beim sehen nicht klar, ob du meinst, dass es tatsächlich Zeitungen mit diesen Titeln geben kann. Oder ob Du auf irgendeine Form von Verfremdungseffekt zielst.

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  2. Franz Schulze11 Mai, 2012 00:46

    Meinst Du, dass es Zeitungen mit den Namen MG und Int. Banking geben könnte? "In echt"?

    Oder wolltest Du Zeitungsnamen in Deinem Film haben, wo der Zuschauer denkt: In dieser fiktionalen Welt ticken die Uhren anders, da haben Zeitungen so eigentümliche Titel wie MG und Int. Banking? (V-Effekt)

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  3. Naja. 'Eigentümlich' wirkt jeder Name, wenn man zweifelt. Ob „Franz Schulze” ein echter Name ist? So oder so, ein V-Effekt ist etwas anderes ...

    c

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  4. Das stimmt.
    Erzählen bedeutet ja auch bestimmtes Maß an Plausibilität zu erzeugen. Revolver heißt nicht Int Filmmaker und auch nicht RE.

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  5. Das ist vielleicht ein Spezifikum Deines Kinos, dass dieses "Ob x ein echter Name ist, ob y eine echter Mensch ist, b Z eine echte Zeitung ist?" immer mitgedacht ist. Fiktion ist der Schwebe.

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  6. „Without trust, everything is fiction.”

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  7. „In the recent Companion to François Truffaut, Arnaud Desplechin observes that the hardest thing to incorporate in a movie is a newspaper: if it’s too real, too specific, too politically partial or slanted, it risks throwing the story (and the spectator) off-course. Inserts of newspaper items are central to Melville’s cinema, and are completely integrated into his universe: brutally factual announcements of crimes and deaths (‘fatal accident’, ‘bloody hold-up’, ‘sensational jewel theft’), comprising headlines, text and an occasional mugshot—the identity of the newspaper itself rarely matters, or figures. Plot intrigue, at these moments, is flattened out to the indifferent, ephemeral level of daily news reporting—while also marking, in this long-gone, pre-digital media sphere, one of the few ways in which information travels, to criminals and law enforcers alike."

    via
    http://mubi.com/notebook/posts/the-melville-variations

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