04 Januar, 2008

auteurism overstretch

„Das Rosenmüller-Kino wird mit wachsender Beschleunigung nicht unbedingt besser, aber - was womöglich schöner ist - allmählich ganz vertraut, es gewinnt eine Regelmäßigkeit und einen Rhythmus, der nicht auf den Film an sich konzentriert ist, sondern aufs Ganze.”

(Fritz Göttler in der SZ vom 3.01.2008)

Was immer das heissen mag: Ärgerlich ist nicht nur, dass Göttler keinen Unterschied zwischen Rosenmüller und, sagen wir, Hawks sehen will, er macht sich auch nicht die Mühe, dem Film "in den Mantel zu helfen"... ihn angemessen zu beschreiben.

Ein Beispiel von vielen, das zeigt, wie die Politik polemischer Lesarten, wie sie Truffaut und Kollegen in den 50er Jahren so erfrischend betrieben haben, immer mehr zur Farce wird. Eine Diskursmaschine, die sich von Inhalten emanzipiert, macht sich selbst überflüssig.

Vielleicht hat die beklagte Wirkungslosigkeit des Feuilletons auch damit zu tun, dass man solche Kritiken unmöglich ernst nehmen kann...

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