24 Dezember, 2012

Billige Gesellschaft

Kino ist immer auch Fluchtraum der Einsamen. Billige Gesellschaft. Zwar bleibt man mit den investierten Gefühlen allein – sie verpuffen als Abwärme im Saal – aber wenn der Film „gut” war, fühlt sich das wie eine soziale Erfahrung an. Man war „intim” mit dem Film. In der besten aller Welten ist die Tatsache, dass die Nachbarin an der gleichen Stelle gelacht hat Signal, das Erlebte nachher in Rede aufzulösen. (So habe ich einmal eine Freundin gefunden, 1993 im Moviemento.)

Kommentare:

  1. Eine sehr prägnante Gedankenfolge, über die ich als "Cinephiler" in letzter Zeit sehr häufig nachdenken musste. Vielleicht kann ich später dazu etwas ergänzen.

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